Mallorca Geheimtipps: 15 besondere Orte und geheime Sehenswürdigkeiten

Mallorca Geheimtipps sind für uns nicht einfach unbekannte Orte, sondern besondere Plätze, schöne Aussichtspunkte, kleine Buchten, Wanderungen und Erlebnisse, die wir selbst mögen und immer wieder besuchen würden.

Wir leben mit unseren Kindern auf Mallorca und entdecken die Insel deshalb nicht nur im Urlaub. Viele der klassischen Sehenswürdigkeiten kennen wir natürlich – spannender finden wir aber oft die Orte, an denen es ruhiger ist oder die man nicht automatisch auf jeder Mallorca-Liste findet.

In diesem Artikel zeigen wir dir 15 besondere Orte und geheime Sehenswürdigkeiten auf Mallorca, die wir aus eigener Erfahrung empfehlen können. Manche davon sind echte Geheimtipps, andere sind bekannter, fühlen sich für uns aber trotzdem deutlich ursprünglicher an als viele klassische Touristen-Hotspots.

Wir leben einen großen Teil des Jahres auf Mallorca und sind mit unseren Kindern viel auf der Insel unterwegs. Unsere Erfahrungen und Tipps speziell für Familien haben wir außerdem in unserem großen Mallorca-mit-Kindern-Guide zusammengefasst. Deshalb findest du hier keine Liste mit den 15 meistfotografierten Sehenswürdigkeiten, sondern 15 Orte und Erlebnisse, die wir selbst mögen und wirklich empfehlen können.

Einige davon sind bekannt. Andere findet man nicht unbedingt auf jeder klassischen Mallorca-Liste. Und manches ist vielleicht gerade deshalb besonders schön.

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1. Sant Salvador – Aussichtspunkt und Mallorca Geheimtipp zum Sonnenaufgang

Sant Salvador bei Felanitx gehört für uns zu den Orten, die man auf Mallorca mindestens einmal erlebt haben sollte.

Schon die Fahrt hinauf ist schön, noch besser gefällt uns aber eine Wanderung nach oben. Oben angekommen hat man einen fantastischen Blick über große Teile der Insel.

Besonders schön ist Sant Salvador früh am Morgen zum Sonnenaufgang oder am Abend zum Sonnenuntergang. Dann bekommt dieser Ort noch einmal eine ganz andere Atmosphäre.

Mit Kindern lässt sich daraus wunderbar eine kleinere Wanderung machen.

Unser Tipp: Nicht einfach nur mit dem Auto hochfahren. Wenn Zeit und Wetter passen, wenigstens einen Teil zu Fuß gehen.

2. S’Arenal in Portocolom – ruhiger Strand-Geheimtipp

Wenn wir einen Strand nennen müssten, den wir besonders mit unserem eigenen Mallorca verbinden, wäre S’Arenal in Portocolom ganz weit vorne.

Hier trifft man noch viele Einheimische und deutlich weniger klassische Mallorca-Urlauber als an vielen bekannten Stränden.

Mit Kindern lieben wir vor allem das flache Wasser und die Badeplattform mit Rutsche. Aber wir würden nicht einfach nur zum Baden hierherkommen.

Besonders schön ist die Kombination aus einem kleinen Spaziergang beziehungsweise einer Wanderung entlang der Klippen und anschließendem Baden und Einkehren im Chiringuito.

Genau solche Tage sind für uns Mallorca.

3. Von Cala Mitjana zur Cala Sa Nau wandern

Diese Tour ist ein gutes Beispiel dafür, warum wir Mallorca gerne zu Fuß entdecken.

Die Wanderung von der Cala Mitjana in Richtung Cala Sa Nau verbindet Landschaft, Küste und zwei wunderschöne Buchten miteinander.

Auch unseren Kindern gefällt diese Tour sehr gut. Und am Ende wartet mit der Cala Sa Nau ein perfekter Ort für eine Pause und – je nach Jahreszeit – einen Sprung ins Wasser.

Wer Mallorca nur mit dem Mietwagen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit abfährt, verpasst solche Erlebnisse.

4. Rund um Cala Mondragó und S’Amarador wandern

Cala Mondragó ist längst kein Geheimtipp mehr. Trotzdem gehört sie für uns auf diese Liste – allerdings nicht nur wegen des Strandes.

Wir mögen vor allem die Kombination aus Buchten und Küstenwanderung im Naturpark.

Cala Mondragó und S’Amarador lassen sich zu Fuß miteinander verbinden. Statt nur Handtuch und Sonnenschirm auszupacken, sollte man sich etwas Zeit nehmen und die Umgebung erkunden.

Gerade mit Kindern ist die Mischung aus Bewegung, Landschaft und anschließendem Baden ideal.

5. Pollença – unser Favorit im Norden

Wenn wir uns zwischen Alcúdia und Pollença entscheiden müssten, würden wir Pollença wählen.

Besonders gerne sind wir dort am Markttag. Wir schlendern durch die Straßen, schauen in die kleinen Boutiquen und laufen natürlich die berühmten Treppen hinauf.

Oben angekommen lohnt sich der Blick zurück über die Dächer und die Umgebung.

Was uns an Pollença besonders gefällt, sind aber die kleinen Häuser, die Gassen und die Atmosphäre. Man muss dort gar nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit laufen.

Einfach Zeit mitbringen.

6. Markt in Sineu – Mallorca am Markttag erleben

Auch nach vielen Marktbesuchen gehört Sineu für uns weiterhin dazu.

Der Markt ist größer und bekannter als manch anderer auf der Insel, vermittelt aber trotzdem ein schönes Gefühl für das mallorquinische Leben.

Wir würden ihn nicht als Programmpunkt betrachten, den man möglichst schnell abhakt. Lieber anschließend noch durch den Ort schlendern, etwas essen und sich Zeit nehmen.

Wer Märkte liebt, sollte übrigens auch Pollença und die Altstadt von Alcúdia auf seine Liste setzen.

7. Cala Figuera – einer unserer schönsten Orte auf Mallorca

Cala Figuera ist für uns einer dieser Orte, an denen eigentlich gar nicht viel passieren muss.

Am Wasser entlanglaufen, den Fischern und Booten zuschauen, die Atmosphäre genießen und anschließend ein gutes Eis essen – fertig.

Gerade das gefällt uns.

Mallorca muss nicht jeden Tag aus einem spektakulären Ausflug bestehen.

8. Mit einem traditionellen Llaüt Mallorcas Buchten entdecken

Wenn Bootstour auf Mallorca, dann ist unser persönlicher Favorit ein traditionelles mallorquinisches Llaüt.

Mit diesen Booten kleine Buchten im Osten der Insel anzufahren, vom Boot ins Wasser zu springen und Mallorca einmal vom Meer aus zu sehen, gehört für uns zu den schönsten Erlebnissen auf der Insel.

Wir mögen diese Art von Bootstour deutlich lieber als eine große, anonyme Ausflugsfahrt.

Ein Anbieter, den wir kennen, ist Xàrter de llaüts Tucis in Portopetro. Auch Sea Riders kennen wir aus eigener Erfahrung.

Unser Tipp: Lieber eine kleinere Tour wählen und nicht versuchen, an einem Tag möglichst viel Küste „abzuarbeiten“.

9. Rafa Nadal Academy in Manacor – nicht nur für Tennisfans

Die Rafa Nadal Academy ist für uns natürlich ein besonderer Ort: Unsere Kinder gehen dort zur Schule und spielen dort Tennis.

Aber auch unabhängig davon finden wir, dass sich ein Besuch lohnt.

Die gesamte Anlage und die Atmosphäre sind beeindruckend. Tennis, Padel, Fitness, Schwimmbad und Sauna – hier kann man problemlos einen ganzen Tag verbringen.

Auch das Rafa Nadal Museum finden wir sehenswert.

Tickets für das Rafa Nadal Museum ansehen

Wer Tennis oder Sport mag, sollte für Manacor ruhig mehr Zeit einplanen und nicht nur für einen kurzen Museumsbesuch vorbeikommen.

10. Coves del Drach – touristisch, aber trotzdem sehenswert

Normalerweise sind wir bei den großen Mallorca-Touristenattraktionen eher zurückhaltend.

Die Coves del Drach bei Porto Cristo sind eine Ausnahme.

Natürlich sind sie bekannt und entsprechend gut besucht. Die Dimension der Höhlen und die unterirdische Landschaft sind aber trotzdem beeindruckend – und auch unsere Kinder fanden den Besuch toll.

Deshalb gehören die Drachenhöhlen für uns trotz ihrer Bekanntheit auf diese Liste.

Mit Kindern kann man einen Höhlenbesuch auch mit dem Dinosaurland in der Umgebung kombinieren.
Wer die Coves del Drach nicht auf eigene Faust besuchen möchte: Es gibt auch organisierte Ausflüge inklusive Transfer, Eintritt, klassischem Konzert und Bootsfahrt auf dem unterirdischen See. Diese konkrete Tour haben wir selbst nicht getestet – die Coves del Drach können wir aber aus eigener Erfahrung empfehlen.

→ Organisierten Ausflug zu den Coves del Drach ansehen

11. Es Salt des Freu – Natur-Geheimtipp bei Orient

Eine unserer schönen kürzeren Touren in der Tramuntana führt von Orient zu Es Salt des Freu.

Die Wanderung ist überschaubar und damit auch mit Kindern gut machbar.

Entscheidend ist allerdings die Jahreszeit: Die Wasserfälle sind natürlich besonders interessant, wenn tatsächlich ausreichend Wasser vorhanden ist.

Orient selbst gefällt uns ebenfalls sehr gut und macht die Tour zu einem schönen Halbtagesausflug.

12. Rund um den Cúber-Stausee wandern

Der Cúber-Stausee zeigt eine ganz andere Seite Mallorcas.

Die Rundwanderung ist für Familien eine schöne Möglichkeit, die Tramuntana kennenzulernen, ohne gleich eine anspruchsvolle Bergtour daraus machen zu müssen.

Mit älteren Kindern kann man daraus auch eine deutlich größere Tour machen und beispielsweise über den Camí des Barranc weitergehen.

Hier gilt für uns: Strecke immer an Alter, Kondition und Wetter anpassen. Gerade in der Tramuntana können Hitze und Wetterumschwünge aus einer einfachen Tour schnell etwas anderes machen.

13. Puig d’Alaró und Castell d’Alaró – besondere Sehenswürdigkeit mit Aussicht

Wer etwas mehr wandern möchte, sollte sich den Aufstieg zum Castell d’Alaró anschauen.

Oben warten die Überreste der mittelalterlichen Burg und eine großartige Aussicht.

Für uns gehört zu diesem Ausflug aber noch etwas Zweites: anschließend im Es Verger essen.

Damit wird aus einer schönen Wanderung ein kompletter Mallorca-Tag – und genau diese Kombination mögen wir.

14. Weinprobe bei Son Alegre in Calonge

Mallorca hat sich in den vergangenen Jahren auch als Weininsel einen Namen gemacht.

Eine Weinprobe ist deshalb eine schöne Abwechslung zu Strand und Wandern.

Wir waren bei Son Alegre in Calonge und können das Erlebnis aus eigener Erfahrung empfehlen.

Gerade für Paare oder Familien mit größeren Kindern ist das eine schöne Möglichkeit, noch eine andere Seite der Insel kennenzulernen.

15. Essen gehen – weil das für uns zu Mallorca gehört

Wir haben lange überlegt, ob ein Restaurant wirklich einer unserer 15 „Ausflüge“ sein kann.

Unsere Antwort: Ja.

Denn Essen gehen gehört für uns genauso zu Mallorca wie Buchten, Berge und Märkte.

Und wenn wir eines herausgreifen müssen, dann Es Babot.

Für uns ist es – ganz subjektiv – das weltbeste Restaurant.

Aber unsere Liste ist deutlich länger. Wir lieben beispielsweise Sushi im CanMel in Cas Concos, Pa amb oli und Crêpes im Café Clement in Cala d’Or oder ein Frühstück im Organic in Portocolom.

Und S’Horta mögen wir gerade deshalb, weil man dort sehr gut essen kann und der Ort noch typisch mallorquinisch wirkt.

Unser Rat ist deshalb ganz einfach: Verlasst auch beim Essen die touristischen Hauptstraßen und probiert die kleinen Restaurants in den Orten aus.

Noch mehr Tramuntana? Diese Touren mögen wir ebenfalls

Eigentlich könnten wir allein über die Tramuntana einen eigenen Artikel schreiben.

Neben Es Salt des Freu, Cúber und Castell d’Alaró würden wir je nach Alter der Kinder und Wetter auch Sa Calobra, eine Wanderung zum Kloster Lluc und die Strecke Sóller–Deià empfehlen.

Wer Sóller besuchen möchte, kann schon die Anreise zum Erlebnis machen: Von Palma fährt der historische Holzzug nach Sóller und von dort die alte Straßenbahn weiter nach Port de Sóller. Die Fahrt kann man individuell unternehmen oder als organisierte Tour buchen.

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Organisierte Zug- und Straßenbahnfahrt nach Sóller ansehen

Gerade bei Wanderungen gilt für uns allerdings: Nicht eine Liste abarbeiten. Lieber eine Tour auswählen, früh starten und sich Zeit dafür nehmen.

Und Palma?

Palma fehlt bewusst in unseren 15.

Nicht weil wir die Stadt nicht mögen – im Gegenteil. Palma verdient einen eigenen Tag. Unsere Tipps für euren Besuch findet ihr im Artikel Palma mit Kindern.

Wir lieben es, durch die Altstadt zu schlendern, ein Eis zu essen und einfach die Atmosphäre zu genießen. Wir gehen gerne nach Santa Catalina, brunchen dort und besuchen die Markthalle. Auch der Mercat de l’Olivar gehört für uns zu Palma.

Und manchmal braucht es gar keine Sehenswürdigkeit: Vom Strand aus auf die Kathedrale zu schauen, ist mindestens genauso schön wie direkt davorzustehen.

Was wir dagegen nicht empfehlen würden

Zu persönlichen Empfehlungen gehört für uns auch zu sagen, was uns nicht überzeugt.

Caló des Moro und Cala Varques sind wunderschön. Aber Parkplatzsuche, lange Wege und die Menschenmengen passen für uns nicht mehr zu dem Erlebnis, das man auf den bekannten Bildern erwartet.

Ähnlich sehen wir Cap Formentor: spektakuläre Landschaft, aber für uns rechtfertigt das Erlebnis den Aufwand nicht unbedingt.

Und dann wäre da noch Valldemossa.

Valldemossa ist ohne Frage wunderschön. Uns ist der Ort mittlerweile aber häufig zu voll und die Anreise beziehungsweise Parkplatzsituation zu anstrengend. Wer ihn unbedingt sehen möchte, sollte möglichst früh kommen und stark frequentierte Zeiten vermeiden.

Das heißt nicht, dass diese Orte schlecht sind. Sie gehören nur nicht zu unseren persönlichen Mallorca-Favoriten.

Unsere Mallorca-Empfehlung: Weniger planen, mehr erleben

Wenn wir Freunden Mallorca zeigen, versuchen wir nicht, möglichst viele Sehenswürdigkeiten in eine Woche zu packen.

Ein Markt am Morgen. Eine kleine Wanderung. Ein langer Mittagstisch. Eine Bucht, in der die Kinder gar nicht mehr aus dem Wasser wollen. Oder spontan zum Sonnenuntergang nach Sant Salvador.

Genau daraus entstehen meistens die Tage, an die man sich später erinnert.

Wenn ihr Mallorca mit Kindern besucht, findet ihr in unserem Familienguide „Mallorca mit Kindern“ noch mehr unserer persönlichen Erfahrungen für eure Reiseplanung.

Und eines würden wir fast jedem empfehlen, der Mallorca wirklich kennenlernen möchte: Nehmt euch einen Mietwagen. Warum wir das für so wichtig halten und worauf wir dabei achten, haben wir in unserem Beitrag „Mietwagen auf Mallorca – braucht man wirklich ein Auto?“ ausführlich beschrieben.

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