Die schönsten Strände Mallorcas mit Kindern – unsere Favoriten

Strände auf Mallorca mit Kindern gibt es in nahezu jeder Größe und für ganz unterschiedliche Familien. Unsere Liste ist bewusst kürzer.

Wir leben seit einigen Jahren auf Mallorca und haben Mallorca mit Kindern inzwischen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt.

Manche davon besuchen wir immer wieder, andere haben uns trotz ihres guten Rufs weniger überzeugt.

Hier stellen wir deshalb nicht die angeblich 20 oder 30 schönsten Strände der Insel vor, sondern unsere persönlichen Favoriten. Strände, an denen wir selbst gerne Zeit verbringen und die wir Familien aus eigener Erfahrung empfehlen können.

Dabei suchen wir nicht immer dasselbe: Mal möchten wir ruhiges und flaches Wasser für die Kinder, mal einen großen Strand mit etwas mehr Leben und manchmal darf es eine kleine Bucht sein, für die man erst ein Stück laufen muss.

Genau deshalb gibt es für uns auch nicht den einen besten Familienstrand auf Mallorca. Es kommt darauf an, was ihr an diesem Tag sucht.

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Welche Strände auf Mallorca mit Kindern passen zu euch?

Wenn ihr mit Kindern auf Mallorca unterwegs seid, hilft euch vielleicht unsere persönliche Einordnung:

Wenn ihr sucht nach …Unsere Empfehlung
Mit kleineren KindernS’Arenal bei Portocolom
Ruhigem, flachem WasserS’Arenal bei Portocolom
Viel Platz am StrandCala Marçal
Restaurants & InfrastrukturCala Marçal
Natur & weniger TrubelS’Amarador
Besonderer AtmosphäreCala Sa Nau
Ruhe & AbgeschiedenheitCala Mitjana
Strand & kleine WanderungCala Mitjana & Cala Sa Nau
Schönem Abend & SonnenuntergangS’Arenal – Bar Blau

Das ist keine allgemeingültige Rangliste. Es ist unsere Einschätzung nach vielen Strandtagen mit unseren Kindern. Genau deshalb kann an einem Tag Cala Marçal für uns die bessere Wahl sein und am nächsten S’Arenal oder Cala Mitjana.

1. Cala Marçal – viel Platz und Leben am Strand

Cala Marçal gehört zu den Stränden, an denen wir mit unseren Kindern immer wieder gerne landen. Die Bucht selbst ist nicht besonders breit, der Strand zieht sich aber überraschend weit nach hinten. Dadurch gibt es viel Platz zum Liegen, Spielen oder einfach für einen entspannten Tag am Meer.

Was wir besonders mögen, ist die lebendige Atmosphäre. Häufig sind Volleyballnetze aufgebaut und gerade jüngere Leute spielen Beachvolleyball oder Federball. Wer Lust hat, kann auch einfach mitspielen.

Für einen längeren Strandtag ist Cala Marçal außerdem sehr praktisch. Es gibt viele Liegen, direkt am Strand einen wirklich guten Chiringuito mit ausgesprochen freundlichem und aufmerksamem Personal und in unmittelbarer Umgebung zahlreiche weitere Restaurants. Auch kleine Geschäfte für Strandzubehör und Souvenirs findet man direkt in der Nähe.

Mit Kindern hat Cala Marçal für uns allerdings einen kleinen Nachteil gegenüber S’Arenal: In der Bucht sind relativ viele Boote, Segelboote und Tretboote unterwegs und es kommen mehr Wellen an. Zum ruhigen Planschen im ganz flachen Wasser gefällt uns S’Arenal deshalb noch etwas besser.

Der größte Nachteil von Cala Marçal ist für uns aber die Parksituation. Gerade wenn viel los ist, kann die Parkplatzsuche schwierig werden. Außerdem muss man für die Anfahrt durch Portocolom fahren.

Trotzdem ist Cala Marçal für uns einer der besten Strände, wenn wir viel Platz, etwas Leben und eine gute Infrastruktur miteinander verbinden möchten.

Unser Frühstückstipp: Organic in Portocolom

Wenn wir einen Strandtag in Cala Marçal mit einem Frühstück verbinden, ist das Organic in Portocolom für uns die erste Wahl. Für uns ist es sogar die mit Abstand beste Frühstückslocation auf ganz Mallorca.

Man kann dort auch mittags und abends essen, aber besonders das Frühstück finden wir außergewöhnlich. Ein perfekter Vormittag in Portocolom kann für uns deshalb ganz einfach aussehen: erst ausgiebig im Organic frühstücken und anschließend an den Strand.

2. S’Arenal bei Portocolom – unser Favorit für ruhiges Wasser

Wenn wir mit den Kindern einen unkomplizierten Strandtag verbringen möchten, gehört S’Arenal bei Portocolom zu unseren absoluten Favoriten. Der Strand ist kleiner als Cala Marçal und bietet deutlich weniger Infrastruktur – aber genau das macht für uns einen Teil seines Reizes aus.

Die Bucht ist sehr windgeschützt, das Wasser meistens ruhig und ausgesprochen flach. Gerade mit kleineren Kindern fanden wir das immer angenehm, weil sie lange im flachen Wasser spielen können.

Wenn die Kinder später sicher schwimmen können, wartet das eigentliche Highlight: die Badeplattform mit Rutsche, zu der unsere Kinder gerne hinausschwimmen.

Im Vergleich zu Cala Marçal ist im Wasser deutlich weniger los. Es gibt kaum Wellen und keinen vergleichbaren Verkehr durch Segelboote oder Tretboote. Wenn für uns das Baden und Schwimmen im Mittelpunkt steht, würden wir deshalb S’Arenal vor Cala Marçal wählen.

Geschäfte oder eine größere Auswahl an Restaurants gibt es direkt am Strand nicht. Dafür gibt es zwei Chiringuitos, die beide vom gleichen Betreiber geführt werden und die wir sehr mögen.

Unser Tipp für den Abend: Bar Blau

Besonders hervorheben möchten wir die Bar Blau. Sie ist die gehobenere der beiden Locations und entsprechend hochpreisiger. Für uns stimmt dort aber das Gesamtpaket: sehr gutes Essen, eine besondere Atmosphäre und vor allem am Abend eine wunderschöne Lage.

Zum Sonnenuntergang gehört die Bar Blau für uns zu den schönsten Möglichkeiten, einen Strandtag in Portocolom ausklingen zu lassen.

Auch die Parksituation empfinden wir als entspannter als an Cala Marçal. Man fährt durch Portocolom in Richtung Leuchtturm. Parkmöglichkeiten gibt es normalerweise genügend, auch wenn man je nach Parkplatz noch ein Stück bis zum Strand laufen muss.

Wenn uns jemand nach einem Strand für kleinere Kinder, ruhiges Wasser und einen entspannten Badetag fragt, ist S’Arenal deshalb eine unserer ersten Empfehlungen.

Noch mehr Ideen für Familien findet ihr in unseren 25 Aktivitäten auf Mallorca mit Kindern.

3. S’Amarador & Cala Mondragó – zwei Buchten, unser Favorit ist S’Amarador

S’Amarador und Cala Mondragó liegen direkt nebeneinander im Naturpark Mondragó und lassen sich wunderbar miteinander verbinden.

Beide Strände mögen wir sehr. Wenn wir uns allerdings für einen entscheiden müssten, wäre es S’Amarador.

Der Hauptgrund ist für uns der Strand selbst. S’Amarador ist größer und breiter als Cala Mondragó. Dadurch verteilen sich die Besucher besser und selbst wenn etwas mehr los ist, fühlt es sich für uns weniger dicht und voll an.

Auch mit kleineren Kindern eignen sich beide Buchten gut. Das Wasser ist relativ flach, sodass die Kinder gut am und im Wasser spielen können.

Cala Mondragó bietet etwas mehr Infrastruktur. Direkt an der Bucht gibt es ein Hotel und einen kleinen Chiringuito.

Bei S’Amarador gab es ebenfalls einen Chiringuito. Da sich solche Dinge ändern können, würden wir uns darauf allerdings nicht verlassen, sondern vor einem Besuch kurz den aktuellen Stand prüfen.

Unser Tipp: Beide Buchten miteinander verbinden

Eigentlich muss man sich zwischen den beiden Buchten gar nicht entscheiden. Ein schöner Weg führt durch den Naturpark von einer Bucht zur anderen. So lässt sich ein Strandtag problemlos mit einem kleinen Spaziergang verbinden.

Die Anfahrt ist etwas aufwendiger als bei manch anderem Strand auf Mallorca. Genau das empfinden wir aber eher als Vorteil. Man muss bewusst dorthin fahren und anschließend noch zum Strand gelangen. Nach unserer Erfahrung sorgt das dafür, dass sich der Besucherandrang trotz der Schönheit der beiden Buchten noch in Grenzen hält.

Wer Natur, flaches Wasser und etwas mehr Ruhe sucht, dem würden wir deshalb besonders S’Amarador empfehlen. Und wer Zeit mitbringt, sollte unbedingt auch zur Cala Mondragó hinüberlaufen.

4. Cala Sa Nau – für uns eine Bucht mit Geschichte

Cala Sa Nau ist für uns mehr als einfach nur eine schöne Bucht. Wir haben früher nur ungefähr einen Kilometer entfernt gewohnt und waren deshalb sehr regelmäßig hier.

Damals war Cala Sa Nau noch etwas, das man tatsächlich als Geheimtipp bezeichnen konnte. Das hat sich inzwischen leider geändert – die Bucht ist heute deutlich bekannter und entsprechend stärker besucht.

Trotzdem hat sie für uns ihre besondere Atmosphäre behalten.

Der Strand selbst ist relativ klein und liegt eingebettet zwischen den Felsen. Auch vom Wasser aus ist Cala Sa Nau beliebt: Gerade im Sommer kommen viele Besucher mit ihren Booten in die Bucht.

Unsere Kinder mögen besonders die verschiedenen Stellen an den Felsen, von denen sie ins Wasser springen können. Welche davon geeignet sind, muss man natürlich abhängig vom Alter, der Schwimmfähigkeit und den Bedingungen vor Ort selbst beurteilen.

Eine Besonderheit fällt uns seit Jahren immer wieder auf: Das Wasser in Cala Sa Nau ist häufig spürbar kälter als in anderen Buchten Mallorcas. Gerade an heißen Sommertagen kann das allerdings durchaus angenehm sein.

Chiringuito, Essen und manchmal Livemusik

Ein großer Teil der besonderen Atmosphäre entsteht für uns durch den Chiringuito direkt am Strand. Das Essen ist wirklich sehr gut, allerdings auch entsprechend hochpreisig.

Gelegentlich gibt es Livemusik am Strand. Dann bekommt Cala Sa Nau noch einmal eine ganz eigene Stimmung.

Wer einen möglichst ruhigen, weitläufigen Familienstrand sucht, findet auf Mallorca passendere Buchten. Dafür würden wir Cala Sa Nau empfehlen, wenn ihr eine kleine, charaktervolle Bucht mit guter Gastronomie und besonderer Atmosphäre erleben möchtet.

Und für uns gibt es noch eine zweite Möglichkeit, Cala Sa Nau zu erleben: zu Fuß von Cala Mitjana aus.

5. Cala Mitjana – klein, wunderschön und nur zu Fuß erreichbar

Cala Mitjana ist wahrscheinlich die ungewöhnlichste Bucht unter unseren Favoriten. Sie liegt inmitten eines Privatgeländes und ist nicht mit dem Auto erreichbar.

Durch das Gelände führt jedoch ein klar ausgewiesener Fußweg zur Bucht. Es ist eindeutig gekennzeichnet, wo Besucher gehen dürfen und dass der Zugang zum Strand gestattet ist. Man läuft also nicht einfach irgendwo über Privatgrund, sondern folgt dem dafür vorgesehenen Weg.

Und genau diese eingeschränkte Erreichbarkeit macht für uns einen großen Teil des Reizes aus.

Der Strand selbst ist sehr klein, aber wunderschön. Weil man erst zu Fuß dorthin gelangen muss, haben wir Cala Mitjana schon erstaunlich ruhig erlebt. Manchmal waren wir dort sogar ganz allein – etwas, das an Mallorcas bekannteren Buchten inzwischen nur noch selten vorkommt.

Unser Tipp: Cala Mitjana und Cala Sa Nau als Rundwanderung

Besonders gerne verbinden wir die beiden Buchten miteinander. Wir starten bei Cala Mitjana und laufen von dort an der Küste entlang zur Cala Sa Nau.

Dort machen wir gerne Pause und trinken oder essen etwas im Chiringuito. Anschließend laufen wir über einen anderen Weg weiter, sodass daraus keine Hin-und-zurück-Wanderung, sondern eine schöne Rundtour wird.

Damit verbindet man für uns gleich mehrere Dinge, die Mallorca besonders machen: eine kleine, ruhige Bucht, Küstenlandschaft, Bewegung und anschließend die lebendigere Atmosphäre von Cala Sa Nau.

Mit sehr kleinen Kindern würden wir Cala Mitjana nicht unbedingt als ersten klassischen Strandtag wählen. Für Familien, deren Kinder gerne laufen und ein kleines Abenteuer mögen, ist die Kombination aus Cala Mitjana und Cala Sa Nau dagegen einer unserer persönlichen Favoriten.

Welcher ist für uns der schönste Familienstrand auf Mallorca?

Das können wir tatsächlich nicht mit einem einzigen Strand beantworten.

Wenn unsere Kinder einfach baden und im ruhigen Wasser spielen möchten, würden wir S’Arenal wählen.

Wenn wir einen ganzen Strandtag mit viel Platz, Chiringuito und Restaurants verbringen möchten, ist Cala Marçal eine sehr gute Wahl.

Für Natur und etwas weniger Trubel gefällt uns S’Amarador besonders gut.

Wenn es um Atmosphäre geht, hat Cala Sa Nau für uns aufgrund unserer eigenen Geschichte ohnehin einen besonderen Stellenwert.

Und wenn wir Strand und Bewegung miteinander verbinden möchten, würden wir die Rundwanderung über Cala Mitjana und Cala Sa Nau wählen.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum wir nach all den Jahren noch immer gerne neue Strandtage auf Mallorca verbringen: Man muss sich nicht für einen Lieblingsstrand entscheiden.

Unser Fazit: Lieber fünf echte Empfehlungen als 20 aus dem Reiseführer

Mallorca hat so viele Strände und Buchten, dass wir problemlos eine sehr viel längere Liste schreiben könnten.

Das möchten wir aber gar nicht.

Diese fünf Empfehlungen mit insgesamt sechs Buchten sind die Orte, die in unserem eigenen Familienalltag tatsächlich eine Rolle spielen. Wir waren dort nicht einmal für ein Foto, sondern kommen immer wieder zurück.

Und genau danach wählen wir auch die Empfehlungen auf WIR 5 AUF ACHSE aus.

Wenn ihr Mallorca mit Kindern entdeckt, probiert ruhig unterschiedliche Strände aus. Ein großer Strand mit Infrastruktur kann an einem Tag perfekt sein – und eine winzige Bucht, zu der man erst laufen muss, am nächsten.

Unsere Favoriten sind nicht unbedingt die berühmtesten Strände Mallorcas. Es sind die, an denen wir selbst gerne unsere Zeit verbringen.

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