Camping Stromversorgung: So sind wir mit dem Wohnwagen unabhängig unterwegs

Strom war für uns beim Camping anfangs eigentlich kein großes Thema. Auf den meisten Campingplätzen gibt es einen Stromanschluss, also Stecker rein und fertig.

Mit der Zeit hat sich unsere Art zu reisen allerdings verändert. Wir wollten unabhängiger sein, auch einmal einen oder zwei Tage ohne Stromanschluss stehen können und gleichzeitig unterwegs nicht auf die Dinge verzichten, die wir tatsächlich nutzen.

Heute besteht unsere Camping Stromversorgung deshalb aus mehreren Bausteinen: einer Solaranlage auf dem Wohnwagen, einer größeren Batterie und einer EcoFlow Powerstation, die uns bereits seit unserem ersten Wohnwagenjahr begleitet.

Dabei haben wir festgestellt: Man braucht nicht unbedingt eine riesige technische Anlage. Viel wichtiger ist, dass die Stromversorgung zur eigenen Art des Reisens passt.

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Warum wir unseren Wohnwagen unabhängiger gemacht haben

Wir reisen meistens anders als klassische Urlaubscamper, die zwei oder drei Wochen auf demselben Campingplatz stehen.

Zwischen zwei Plätzen fahren wir häufig nur etwa 1,5 bis 3 Stunden und bleiben dann einige Tage. Manchmal stehen wir aber auch bewusst außerhalb eines klassischen Campingplatzes.

Genau dafür wollten wir unabhängiger werden.

Unser Ziel war dabei nie, wochenlang völlig autark irgendwo zu stehen. Für uns geht es eher darum, ein oder zwei Tage problemlos ohne Landstrom auszukommen.

Und dafür funktioniert unsere heutige Lösung sehr gut.

Unsere Solaranlage auf dem Wohnwagen

Einer der wichtigsten Schritte war die Nachrüstung einer Photovoltaikanlage auf unserem Wohnwagen.

Damit können wir unterwegs Strom erzeugen und unsere Batterie wieder laden, ohne zwingend an einem Stromanschluss zu stehen.

Gerade im Sommer und in südlichen Ländern ist das für unsere Art zu reisen praktisch. Der Wohnwagen steht ohnehin draußen und während wir unterwegs sind, arbeitet die Solaranlage weiter.

Wir müssen uns darum im Alltag kaum kümmern.

Das ist für uns inzwischen ein wichtiger Punkt: Gute Campingtechnik soll uns das Reisen erleichtern und nicht dafür sorgen, dass wir ständig irgendwelche Anzeigen kontrollieren oder Einstellungen verändern müssen.

Eine ausreichend große Batterie macht den Unterschied

Solar allein hilft natürlich wenig, wenn man den erzeugten Strom nicht speichern kann.

Deshalb gehört zu unserer Anlage eine entsprechend dimensionierte Batterie im Wohnwagen.

Dadurch können wir Strom auch dann nutzen, wenn die Sonne gerade nicht scheint oder wir abends und nachts Verbraucher benötigen.

Wie groß eine Batterie sein sollte, lässt sich unserer Meinung nach nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist, was man unterwegs tatsächlich betreiben möchte.

Bei uns gehören inzwischen beispielsweise Fernseher, Internet und verschiedene elektrische Geräte ganz selbstverständlich zum Campingalltag.

Wir versuchen deshalb nicht, möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Unsere Anlage soll vielmehr zu unserem normalen Alltag passen.

EcoFlow – seit unserem ersten Wohnwagenjahr dabei

Zusätzlich zur fest eingebauten Stromversorgung nutzen wir bereits seit unserem ersten Wohnwagenjahr eine EcoFlow Powerstation.

Und die würden wir heute nicht mehr missen wollen.

Der große Vorteil ist für uns ihre Flexibilität.

Wir können sie im Wohnwagen einsetzen, aber genauso gut mit ins Auto nehmen. Gerade auf längeren Fahrten mit Kindern ist eine unabhängige Stromquelle im Fahrzeug ausgesprochen praktisch.

Laptop, Handy oder andere Geräte lassen sich unabhängig vom Wohnwagen betreiben und laden.

Das unterscheidet die Powerstation für uns von der fest eingebauten Batterie: Sie ist mobil.

Deshalb sehen wir beide Systeme auch nicht als Konkurrenz. Bei uns ergänzen sie sich.

Wir nutzen selbst eine EcoFlow RIVER 2 Pro und haben sie seit unserer ersten Zeit mit dem Wohnwagen dabei. Für uns ist sie eine praktische zusätzliche Stromreserve, insbesondere wenn wir nicht dauerhaft am Landstrom stehen.

Seit 2026 nutzen wir außerdem Starlink Mini.

Auf längeren Reisen ist eine stabile Internetverbindung für uns inzwischen fast genauso selbstverständlich wie Strom oder Wasser.

Wir nutzen das Internet unterwegs nicht nur zur Unterhaltung. Reiseplanung, Navigation, Informationen über die nächsten Orte und Campingplätze und natürlich unsere Arbeit laufen ebenfalls darüber.

Gerade wenn wir etwas abgelegener stehen, ist Starlink deshalb für uns interessant.

Und genau hier zeigt sich wieder, warum Stromversorgung und Internet beim modernen Camping immer stärker zusammengehören.

Starlink Mini für unterwegs ansehen

Starlink Mini beim Camping vor unserem Wohnwagen

Was verbraucht bei uns überhaupt Strom?

Das hängt natürlich stark vom jeweiligen Tag ab.

Wir laden Smartphones und andere mobile Geräte, nutzen unseren Smart-TV und Starlink und haben verschiedene elektrische Geräte dabei. Dazu gehören auch der Airfryer und unser Nutribullet. Wie wir diese Geräte beim Kochen unterwegs einsetzen, zeigen wir in unserer Campingküche für 5 Personen.

Trotzdem ist Strom bei einem kurzen autarken Aufenthalt für uns normalerweise nicht der begrenzende Faktor.

Das hat uns selbst ein wenig überrascht.

Denn mit Solaranlage, Batterie und zusätzlicher Powerstation sind ein bis zwei Tage ohne externen Stromanschluss für uns problemlos machbar.

Unser eigentliches Problem beim autarken Camping ist nicht Strom

Dieser Punkt ist für uns inzwischen fast wichtiger als die gesamte Stromtechnik.

Wenn wir ein oder zwei Tage unabhängig stehen, ist Frischwasser wesentlich schneller der begrenzende Faktor als Strom.

Unser Wohnwagen verfügt nicht über einen riesigen Frischwasservorrat – und mit fünf Personen merkt man ziemlich schnell, wie viel Wasser im Alltag verbraucht wird.

Strom können wir erzeugen und speichern.

Wasser nicht.

Wer also über autarkes Camping nachdenkt, sollte unserer Erfahrung nach nicht ausschließlich Solarmodule, Batterien und Powerstations vergleichen.

Die Frage sollte vielmehr lauten:

Was begrenzt meine Unabhängigkeit tatsächlich?

Bei uns ist die Antwort eindeutig: Wasser.

Braucht man Solar, Batterie und Powerstation gleichzeitig?

Nein.

Wir würden unsere eigene Lösung deshalb auch nicht einfach jedem empfehlen.

Wer fast ausschließlich auf Campingplätzen steht und dort grundsätzlich einen Stromanschluss nutzt, braucht möglicherweise überhaupt keine umfangreiche autarke Stromversorgung.

Wer dagegen häufiger ohne Landstrom steht, hat ganz andere Anforderungen.

Und eine Powerstation kann wiederum interessant sein, wenn man eine flexible Lösung möchte, ohne gleich die gesamte Elektrik des Wohnwagens umzubauen.

Bei uns ist die Kombination über mehrere Jahre entstanden.

Erst durch unsere Reisen haben wir gemerkt, was wir tatsächlich brauchen.

Was wir heute anders machen würden

Wir würden eine Stromversorgung heute nicht danach planen, was theoretisch alles möglich ist.

Wir würden zuerst beobachten, was wir unterwegs tatsächlich benutzen.

Welche Geräte müssen laufen?

Wie lange möchten wir ohne Landstrom stehen?

Brauchen wir 230 Volt?

Wie häufig stehen wir überhaupt autark?

Und möchten wir Strom auch außerhalb des Wohnwagens nutzen?

Erst danach würden wir entscheiden, welche Technik sinnvoll ist.

Das verhindert aus unserer Sicht, dass man viel Geld in eine Anlage steckt, deren Möglichkeiten man später kaum nutzt.

Unser Fazit zur Camping Stromversorgung

Unsere Stromversorgung ist heute ein gutes Beispiel dafür, wie sich unsere Campingausrüstung mit unserer Art zu reisen entwickelt hat.

Wir haben nicht alles auf einmal eingebaut.

Mit jeder längeren Reise wurde klarer, was uns fehlt und was wir tatsächlich benutzen.

Heute ergänzen sich Solaranlage, Batterie und EcoFlow bei uns sehr gut. Zusammen ermöglichen sie uns genau das Maß an Unabhängigkeit, das wir möchten.

Nicht wochenlang irgendwo in der Wildnis.

Aber spontan einen schönen Platz nutzen, ein oder zwei Tage unabhängig bleiben und trotzdem unseren normalen Alltag weiterleben können.

Genau dafür wollten wir unsere Camping Stromversorgung haben.

Wenn du sehen möchtest, welche weiteren Dinge sich auf unseren Reisen tatsächlich bewährt haben, findest du sie in unserem Beitrag „Unsere Wohnwagen-Ausstattung – was sich auf Reisen wirklich bewährt hat“.

Auch beim Aufbau wählen wir Ausrüstung, die uns den Alltag erleichtert. In unseren Flat Jack Camper 2.0 Erfahrungen zeigen wir, wie wir den Tandem-Wohnwagen mit zwei Luftkissen ausrichten und dafür unseren ohnehin mitreisenden Makita-Akku-Kompressor nutzen.

Und wie wir überhaupt vom gemieteten Wohnmobil zu unserer heutigen Art des Reisens mit Wohnwagen gekommen sind, erzählen wir in „Camping mit Kindern – was für uns wirklich funktioniert“.

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