Unsere Wohnwagen-Ausstattung – was sich auf Reisen wirklich bewährt hat

Was braucht man im Wohnwagen wirklich?

Wenn man mit dem Camping anfängt, bekommt man schnell das Gefühl, unglaublich viel Ausstattung zu brauchen. Bei uns war es eher umgekehrt: Viele der Dinge, die heute fest zu unserem Wohnwagen gehören, haben wir erst nach und nach angeschafft.

Nach vielen Tausend Kilometern und längeren Reisen durch Europa wissen wir inzwischen ziemlich genau, welche Wohnwagen Ausstattung uns wirklich hilft.

Dabei geht es uns nicht darum, möglichst viel Technik dabeizuhaben. Die Sachen, die geblieben sind, lösen meistens ein ganz konkretes Problem oder machen unseren Alltag zu fünft unterwegs einfacher.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen solchen Link buchst oder kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Wir empfehlen nur Produkte und Angebote, die wir selbst nutzen oder für sinnvoll halten.

Unsere Wigo Sackmarkise – aus Erfahrung gelernt

Unsere ursprüngliche Markise hat gleich zweimal Bekanntschaft mit Wetter gemacht. Einmal war Wind das Problem, ein anderes Mal Schnee.

Beides hat uns gezeigt, dass wir bei diesem Thema eine andere Lösung wollten.

Seit 2026 nutzen wir eine Wigo Sackmarkise. Für uns hat sie einen entscheidenden Vorteil: Wir können sie je nach Situation einfach als Markise verwenden oder zu einem geschlossenen Vorzelt erweitern.

Gerade mit Kindern ist dieser zusätzliche Raum praktisch. Wir müssen aber nicht bei jedem kurzen Aufenthalt ein komplettes Vorzelt aufbauen.

Nach unseren bisherigen Erfahrungen würden wir diese Lösung wieder wählen.

Und eines haben wir ebenfalls gelernt: Egal welche Markise oder welches Vorzelt man verwendet – Wind und Wetter sollte man ernst nehmen. Wir tun das heute definitiv mehr als auf unseren ersten Reisen.

Solar und Batterie – Strom ist für uns kaum noch ein Thema

Eine der größeren Veränderungen an unserem Wohnwagen war die Nachrüstung einer Photovoltaikanlage mit einer größeren Batterie.

Damit können wir auch einmal unabhängig von einem Stromanschluss stehen.

Für unsere Art zu reisen bedeutet Autarkie allerdings nicht, möglichst eine Woche irgendwo ohne Versorgung auszukommen. Uns reicht die Sicherheit, auch einmal einen oder zwei Tage an einem schönen Ort stehen zu können, ohne darüber nachdenken zu müssen, wo die nächste Steckdose ist.

Das funktioniert mit unserer heutigen Lösung sehr gut.

Unsere EcoFlow begleitet uns schon lange

Zusätzlich haben wir seit unserem ersten Wohnwagenjahr eine EcoFlow RIVER 2 Pro Powerstation dabei.

Die nutzen wir nicht ausschließlich im Wohnwagen. Gerade während längerer Fahrten ist sie auch im Auto praktisch.

Ob wir heute noch einmal zuerst eine große Powerstation kaufen oder direkt die Stromversorgung des Wohnwagens ausbauen würden, ist eine andere Frage. Aber unsere EcoFlow RIVER 2 Pro ist bei uns vorhanden, wird regelmäßig benutzt und hat sich auf unseren Reisen bewährt.

Wie unsere Stromversorgung aus Solar, Batterie und Powerstation zusammenspielt, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag „Camping Stromversorgung – so sind wir mit dem Wohnwagen unabhängig unterwegs“.

Wasserfilter – weniger Wasserflaschen unterwegs

Wir verwenden im Wohnwagen eigene Wasserfilter.

Gerade auf längeren Reisen möchten wir nicht ständig Trinkwasser in Flaschen kaufen und transportieren. Mit unserer Filterlösung können wir das vorhandene Wasser wesentlich besser nutzen.

Das spart nicht nur Einkäufe, sondern auch Platz und Schlepperei.

Beim Thema Wasser merken wir allerdings schnell die Grenzen der Autarkie. Strom können wir inzwischen relativ einfach selbst erzeugen – Frischwasser nicht.

Deshalb ist bei ein oder zwei Tagen ohne Versorgung normalerweise das Wasser und nicht der Strom der begrenzende Faktor.

Ein größerer rollbarer Abwassertank

Unter unserem Wohnwagen steht beim Camping ein rollbarer externer Abwassertank.

Das Prinzip entspricht dem Tank, der bei unserem Hobby ursprünglich dabei war. Diesen haben wir lediglich gegen ein etwas größeres Modell ausgetauscht.

Für uns ist diese Lösung völlig ausreichend: Tank unter den Wohnwagen stellen, bei Bedarf zur vorgesehenen Entsorgungsstelle rollen und anschließend wieder verstauen.

Mehr Technik brauchen wir beim Grauwasser nicht.

Unsere Campingküche – die wird bei uns wirklich benutzt

Die große Küche war einer der Gründe, warum wir uns für unseren Hobby Maxia 660 WQM entschieden haben.

Und entsprechend wird bei uns unterwegs auch gekocht.

Ein paar Geräte haben sich dabei so bewährt, dass wir sie inzwischen selbstverständlich mitnehmen.

Was wir mit Nonna Aurelia, Enders Explorer Next, Airfryer und Nutribullet unterwegs zubereiten, zeigen wir ausführlicher in unserem Beitrag Campingküche für 5 Personen.

Nonna Aurelia – unser Backofen unterwegs

Unseren Nonna-Aurelia-Ofen benutzen wir häufig.

Ein richtiger Ofen erweitert die Möglichkeiten beim Kochen im Wohnwagen enorm. Gerade wenn man länger unterwegs ist, möchten wir nicht wochenlang ausschließlich grillen oder auf dem Herd kochen.

Für uns ist der Ofen deshalb längst keine Camping-Spielerei mehr.

Enders-Gasgrill

Unser Enders-Grill gehört ebenfalls zur festen Ausstattung.

Dafür haben wir sogar eine separate kleinere Gasflasche dabei. So müssen wir nicht ständig an die Gasversorgung des Wohnwagens.

Grillen gehört für uns zum Camping einfach dazu – und der Enders wird entsprechend regelmäßig benutzt.

Airfryer

Seit 2025 begleitet uns außerdem ein Airfryer von Pampered Chef.

Auch der hat sich für uns sehr bewährt. Gerade zu fünft ist es angenehm, unterschiedliche Möglichkeiten zum schnellen Zubereiten von Essen zu haben.

Was zuhause praktisch ist, kann auf einer langen Reise genauso praktisch sein – vorausgesetzt, man benutzt es tatsächlich.

Nutribullet

Das vielleicht unspektakulärste Gerät in dieser Reihe ist unser Nutribullet.

Den möchten wir trotzdem nicht mehr missen.

Er braucht vergleichsweise wenig Platz und wird von uns regelmäßig benutzt. Genau solche Dinge meinen wir, wenn wir von sinnvoller Wohnwagen Ausstattung sprechen: nicht unbedingt typische Campingprodukte, sondern Sachen, die unseren Alltag unterwegs einfacher machen.

Waschmittelblätter – eine Kleinigkeit, die Platz spart

Auf längeren Reisen gehört Wäschewaschen ganz normal dazu.

Wir verwenden dafür Waschmittelblätter von Ocean Wash. Sie brauchen kaum Platz, können nicht auslaufen und wir müssen keine großen Waschmittelflaschen im Wohnwagen transportieren.

Das ist keine spektakuläre Anschaffung.

Aber gerade solche kleinen Lösungen gehören für uns inzwischen zu den Dingen, die wir auf einer langen Reise nicht mehr missen möchten.

Smart-TV statt improvisiertem Bildschirm

Auf unseren ersten Reisen haben wir einen großen Apple Mac als Bildschirm genutzt.

Das funktionierte, war aber natürlich eine improvisierte Lösung.

Inzwischen haben wir einen Smart-TV fest an der Wohnwagenwand montiert. Gerade auf langen Reisen mit Kindern ist das für uns wesentlich praktischer.

Wir verbringen schließlich nicht zwei Wochen Sommerurlaub auf einem Campingplatz. Wenn wir viele Wochen unterwegs sind, gehört auch ein ganz normaler Abend im Wohnwagen dazu.

Camping bedeutet für uns nicht, auf alles verzichten zu müssen, was wir zuhause gerne nutzen.

Seit 2026 haben wir außerdem Starlink Mini dabei.

Eine vernünftige Internetverbindung ist für uns auf längeren Reisen wichtig. Nicht nur zur Unterhaltung, sondern genauso für Reiseplanung, Navigation und all die Dinge, die unterwegs organisiert werden müssen.

Natürlich funktioniert an vielen Orten mobiles Internet problemlos. Aber eben nicht überall.

Starlink gibt uns hier zusätzliche Unabhängigkeit.

Beim Tandemachser würden wir den Mover wieder auf beiden Achsen nehmen

Unser Hobby ist ein Tandemachser.

Ursprünglich hatten wir einen Truma XT Mover, der nur eine Achse angetrieben hat.

In der Praxis waren wir damit nicht vollständig zufrieden. Je nach Untergrund und Situation hatte die angetriebene Achse nicht immer ausreichend Bodenkontakt. Bei einem großen Tandemachser merkt man das beim Rangieren ziemlich schnell.

Deshalb haben wir später auch die zweite Achse mit Antrieben ausgerüstet.

Für unseren Wohnwagen war das ein deutlicher Unterschied.

Nach unserer persönlichen Erfahrung würden wir bei einem Tandemachser dieser Größe heute direkt eine Lösung wählen, bei der beide Achsen angetrieben werden.

Flat Jack 2.0 statt Auffahrkeilen

Bis 2025 haben wir unseren Wohnwagen ganz klassisch mit Auffahrkeilen ausgerichtet.

Seit 2026 verwenden wir Flat Jack 2.0.

Auch das ist eine Lösung, die bei uns erst durch die Erfahrung unterwegs entstanden ist. Gerade bei einem großen Tandemachser wollten wir das Ausrichten einfacher haben.

Für uns ist Flat Jack inzwischen die angenehmere Variante. Wie wir zwei Luftkissen zusammen mit unserem Makita-Kompressor einsetzen, beschreiben wir ausführlich in unseren Flat Jack Camper 2.0 Erfahrungen am Tandem-Wohnwagen.

Unsere Klimaanlage haben wir mit Shelly ergänzt

In unserem Wohnwagen war bereits eine Klimaanlage im Wohnbereich vorhanden.

Das Problem: Sie ist nicht gerade leise.

Deshalb haben wir sie mit einer Shelly-Steuerung ergänzt. Dadurch können wir die Klimaanlage temperaturabhängig ein- und ausschalten lassen.

Das ist sicherlich keine Lösung, die jeder Camper braucht. Bei uns zeigt sie aber ziemlich gut, wie sich unsere Ausstattung entwickelt hat.

Wir kaufen nicht unbedingt ein komplett neues Gerät, nur weil uns eine Sache daran stört. Manchmal lässt sich eine vorhandene Lösung so verändern, dass sie viel besser zu unserem Alltag passt.

Zwei Dinge haben wir bewusst noch nicht in unserer Empfehlung

Unsere Ausstattung entwickelt sich weiter.

Aktuell haben wir beispielsweise eine Clesana-Toilette bestellt, die unsere bisherige Thetford-Kassettentoilette ersetzen soll.

Außerdem soll über unserem großen Bett ein VanVent-Dachlüfter eingebaut werden.

Über beide Produkte haben wir viel Positives gehört. Aber das reicht uns für eine Empfehlung nicht.

Wir haben weder die Clesana noch den VanVent bisher selbst im Reisealltag getestet.

Deshalb findet ihr an dieser Stelle auch noch kein Urteil von uns. Wenn beide eingebaut sind und wir damit wirklich unterwegs waren, ergänzen wir unsere Erfahrungen.

Was braucht man für einen Wohnwagen wirklich?

Nach unseren bisherigen Reisen würden wir diese Frage anders beantworten als am Anfang.

Man braucht nicht automatisch eine Solaranlage, eine Powerstation, einen Airfryer, Starlink oder einen Mover auf beiden Achsen, nur weil andere Camper diese Dinge besitzen.

Entscheidend ist, wie man selbst reist.

Wer drei Wochen auf einem voll ausgestatteten Campingplatz steht, braucht eine andere Ausstattung als eine Familie, die alle zwei oder drei Tage weiterfährt und zwischendurch auch einmal unabhängig von einem Campingplatz stehen möchte.

Bei uns ist fast jede größere Veränderung aus einer konkreten Erfahrung entstanden.

Die Markise nach Wind und Schnee.

Der Mover auf beiden Achsen nach Problemen beim Rangieren.

Solar und Batterie für mehr Unabhängigkeit.

Der Smart-TV, weil eine lange Reise eben auch ganz normale Familienabende hat.

Und viele kleine Dinge, weil wir irgendwann festgestellt haben: Das macht unseren Alltag unterwegs einfach leichter.

Wie sich unsere Art zu reisen entwickelt hat, erzählen wir ausführlicher in unserem Beitrag Camping mit Kindern – was für uns wirklich funktioniert.

Unser Fazit zur Wohnwagen Ausstattung

Unsere wichtigste Empfehlung wäre deshalb nicht, unsere Ausstattung einfach nachzukaufen.

Fahrt erst einmal los.

Nach den ersten Reisen merkt man ziemlich schnell, was fehlt, was nervt und was man tatsächlich regelmäßig benutzen würde.

Genau so ist unsere heutige Ausstattung entstanden.

Und wahrscheinlich wird sie in ein paar Jahren wieder etwas anders aussehen.

Denn für uns ist die beste Wohnwagen Ausstattung nicht die mit den meisten technischen Möglichkeiten.

Es ist die Ausstattung, die wir unterwegs tatsächlich benutzen.

Schreibe einen Kommentar